Open Access

Ein wichtiger Hintergrund für die Renaissance von Universitätsverlagen ist die Entwicklung von neuen Publikationsformen durch Internet und E-Publishing.

Was ist Open Access?

Open Access (engl. freier, kostenloser Zugang) bezeichnet das Ziel, wissenschaftliche Literatur und Materialien im Internet frei (kostenlos und ohne Lizenzbeschränkungen) zugänglich zu machen. Gemäß dieser Leitidee hat sich eine internationale Bewegung gebildet, die insbesondere mit der Budapest Open Access Initiative und der Berliner Erklärung verbunden wird.

Bei der wissenschaftlichen Fachliteratur kann es sich um frei zugängliche Beiträge in Elektronischen Zeitschriften, um Preprints oder Online-Versionen von Beiträgen in Büchern und Zeitschriften handeln, die von den Wissenschaftlern auf den Servern freier E-Journals, universitären oder institutionellen Eprint-Archiven, fachbezogenen Servern oder auch nur auf ihren Homepages frei zur Verfügung gestellt werden. In einem weiteren Sinn spricht man aber auch von Open Access, wenn es um den freien Zugang zu wissenschaftlich wichtigen Daten oder zu digitalen Reproduktionen von Kulturgut in Archiven, Bibliotheken und Museen geht. Open Access verfolgt auch das Ziel, die digitale Kluft zwischen Industrieländern und Entwicklungsländern zu verringern. Seit 2001 suchen weltweite Initiativen nach effektiven Strategien, um die Vorteile des Open Access für die Forschung und ihre Institutionen allgemein nutzbar zu machen.

Anlass für das Aufkommen der Open-Access-Bewegung ist die sogenannte Zeitschriftenkrise. Bibliotheken sehen sich durch die Preispolitik einiger Verlage zunehmend gezwungen, Zeitschriften abzubestellen und den Monographienkauf einzuschränken. Wissenschaftler wiederum beklagen die sich stetig verschlechternde Informationsversorgung und die
langen Veröffentlichungszeiten durch die Verlage. Für die breite Forderung nach Open Access spricht daher, dass von öffentlicher Hand subventionierte Forschungsergebnisse der Universitäten und anderer Forschungseinrichtungen durch institutionseigene Verlage schnell und ohne Zugangsbeschränkung publiziert werden.

Quelle: Wikipedia – Open Access / Zeitschriftenkrise, 20.01.06, URL: http://de.wikipedia.org/wiki/Open_Access und http://de.wikipedia.org/wiki/Zeitschriftenkrise


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