Bostenaru Dan, Maria: KSP Portrait – 10 Fragen an Maria Bostenaru Dan

Maria Bostenaru Dan ist Forscherin an der “Ion Mincu” Universität für Architektur und Städtebau und internationale Forscherin des KIT, Gastwissenschaftlerin. Frau Bostenaru Dan ist Herausgeberin der Publikation Water as hazard and water as heritage: Report of the European Geosciences Union Topical Event in Rome, 13.-14. June 2016, welche soeben im Wissenschaftsverlag des KIT erschienen ist. Im KSP Portrait erfahren Sie Näheres über die Herausgeberin und das Werk.

Weitere biographische Informationen und Kontaktdaten finden Sie am Ende dieses Beitrags.

1. Soeben ist Ihre Veröffentlichung Water as hazard and water as heritage: Report of the European Geosciences Union Topical Event in Rome, 13.-14. June 2016 erschienen. Wie würden Sie den Inhalt in drei, vier Sätzen zusammenfassen?
Das Buch enthält Beiträge verschiedener Disziplinen, Geographie, Geologie, Städtebau, (Landschafts-)Architektur zum Thema Wasser, das in ihrer doppelten Bedeutung als Teil der Erbe der Städte und Stadtgestalter, aber auch mit ihrer zerstörerischen Kraft gesehen wird. Anlass der Auseinandersetzung war eine internationalle Kunstausstellung in Rom, im Rahmen dessen der Workshop stattgefunden hat, und an welchem Fachleute teilgenommen haben, die außer dass sie aus verschiedenen Disziplinen kamen, auch international waren: aus der USA, Großbritannien, Italien und Rumänien.

2. Was war Ihre Motivation dieses Buch zu schreiben, wie kamen Sie zu diesem Thema?
Ich wurde schon 2006 in einem Wettbewerb ausgewählt, um dieses Thema beim EuroScience Open Forum in München in einer Konferenzsession darzustellen, kam aber nicht dazu. Es baut darauf auf, dass mein Diplomentwurf in der Universität Karlsruhe auch vom Thema Wasser handelte (Aquarium und Museum des Wassers in Frankfurter Osthafen) aber statt der zerstörerischen Kraft wurde eher die Verletztlichkeit des Wassers betrachtet, als Ökosystem. Zum Thema Katastrophen kam ich später, während meiner Forschungsarbeit an der Universität Karlsruhe, im Graduiertenkolleg GK450 “Naturkatastrophen”. Jedoch handelte es sich dort um Erdbeben. Zum Thema Wasser kam ich viel später, nach der Promotion, nämlich durch das Postdok in Rom, in Rahmen dessen auch die Tagung stattgefunden hat.

3. Wie lange hat es gedauert von der Idee bis zum fertigen Manuskript?
Ich habe mich schon 2015 beworben, eine Förderung der European Geosciences Union für eine Tagung zu haben, und ich war erfolgreich. Jedoch umfasste diese nur die Einladung von jungen Fachleuten, und auch die Gastinstitution, Accademia di Romania, hat mitgeholfen. Das Manuskript war schon Juni 2017 fertig, ein Jahr nach der Tagung musste ich aber noch mit der Bewerbung für die Fördermittel für die Veröffentlichung bei der Marie Curie Alumni Association bis Oktober warten (neues Finanzjahr), und dann das Manuskript auf den Unterlagen des Verlags anpassen, bis ich eben wieder in Februar 2018 in Karlsruhe war. Also etwa 2 1/2 Jahre.

4. Stichwort „Manuskript“: Schreiben Sie an einem PC, Notebook, Tablet oder mit dem Stift?
Ich schreibe an einem Notebook.

5. Gibt es bestimmte Werkzeuge, Services oder Techniken, die Sie beim Schreiben als besonders hilfreich empfinden?
Nicht wirklich. Das frühere Adobe Acrobat Professional war besser handzuhaben, das DC konnte ich leider nicht nutzen, zu wenig Speicher auf meinem Notebook.

6. Was bereitet Ihnen beim Schreiben die größte Freude und was nervt Sie dabei am meisten?
Ich mag Schreiben seitdem ich in der Schule war, ich hatte Preise in Literatur. In fremden Sprachen zu schreiben ist jedoch immer eine Herausforderung, und seitdem ich so viele Fremdsprachen gelernt habe leidet sogar die rumänische Muttersprache darunter.

7. Wie entspannen Sie während des Schreibprozesses? Was tun Sie um abzuschalten, um sich zu erholen?
Ich bin viel auf sozialen Netzwerken und rede mit Leuten.

8. Wenn Sie es sich wünschen dürften: Welchen Bestseller der Wissenschafts- oder Literaturgeschichte hätten Sie gerne selbst geschrieben?
Ich hätte gerne “Sturmhöhe” von Emily Bronte selbst geschrieben. Das ist ein wichtiges Buch auch für den Einklang von Natur und Gefühle.

9. Wenn Sie drei andere, aktuelle Veröffentlichungen zu Ihrem Fachgebiet empfehlen dürften, welche drei wären das?
Christopher Alexander: “A Pattern Language”, das ist immer aktuell. Ebenso Kevin Lynch: “The Image of the City”. Luminita Machedon, Ernie Scoffham: “Romanian Modernism”

10. Sie haben Ihr Buch im „KIT Scientific Publishing“, dem Wissenschaftsverlag des KIT, veröffentlicht. Warum haben Sie sich für diesen Verlag entschieden?
Es hatte ein gutes Open Access Angebot, und für Open Access gab es mehr Fördermittel.

Maria Bostenaru DanÜber Maria Bostenaru Dan (1 Artikel)

Dr. Dipl.-Ing. M. Bostenaru Dan hat an der Universität Karlsruhe/Deutschland, ihr Architekturstudium, mit Vertiefung Städtebau, abgeschlossen (1999) und an der "Ion Mincu" Universität für Architektur und Städtebau "Ion Mincu" promoviert (2012). Mit einem DFG Stipendium im Rahmen des Graduiertenkollegs „Naturkatastrophen“ in Karlsruhe und ein Marie Curie Training Site Stipendium in Pavia/Italien hat sie Forschung zu „Wirtschaftlichkeit und Umsetzbarkeit von Gebäudeverstärkunsmaßnahmen zur Erdbebenertüchtigung“ durchgeführt. Sie war erfahrene Forscherin für “Erhalten historische Stahlbetonwohnbauten in Europa”, ein Marie Curie Intra-European Fellowship in Pavia. Sie ist nach Rumänien mit einem Marie Curie Reintegration Grant zurückgekehrt, über „Die Innovation im Grundriß des Regelgeschosses“. Seit 2008 ist sie fest angestellt als Forscherin bei der „Ion Mincu” Universität für Architektur und Städtebau. Sie war Postdok mit EU Förderung an der Universität Bukarest 2014/15 sowie Postdok in Rom bei der Accademia di Romania a Roma 2015/16.


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