Pollnow, Stefan: KSP Portrait – 10 Fragen an Stefan Pollnow

Stefan Pollnow wurde 2018 an der KIT-Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik des Karlsruher Instituts für Technologie promoviert. Im Wissenschaftsverlag des KIT ist soeben seine Publikation Characterizing Cardiac Electrophysiology during Radiofrequency Ablation (Karlsruhe transactions on biomedical engineering ; 24) erschienen. Im KSP Portrait erfahren Sie Näheres über Autor und Werk. Weitere biographische Informationen und Kontaktdaten finden Sie am Ende dieses Beitrags.

1. Soeben ist Ihre Veröffentlichung Characterizing Cardiac Electrophysiology during Radiofrequency Ablation erschienen. Wie würden Sie den Inhalt in drei, vier Sätzen zusammenfassen?
Diese Arbeit präsentiert computergestützte, tierexperimentelle und klinische Studien mit dem Ziel, die Signaleigenschaften der intrakardialen Elektrogramme (IEGMe) zu bewerten, die um akute Ablationsläsionen aus verschiedenen Perspektiven aufgezeichnet werden. Zunächst werden Computersimulationen vorgestellt, um die grundlegenden Veränderungen von IEGMe für unterschiedliche Ablationsstrategien zu untersuchen und den potenziellen Nutzen eines Ablationskatheters mit Minielektroden zu bewerten. Zweitens wird ein neuartiger Versuchsaufbau, der fluoreszenz-optische und elektrische Messmethoden kombiniert, vorgestellt, um die zugrunde liegenden Effekte von RFA auf die elektrische Aktivität des explantierten Vorhofpräparates sowohl im mikroskopischen als auch im makroskopischen Bereich zu untersuchen. Drittens wird ein klinisches Protokoll eingesetzt, um die zeitliche Dynamik von Ablationsläsionen mit hochdichten Mappingkathetern zu untersuchen.

2. Was war Ihre Motivation dieses Buch herauszugeben, wie kamen Sie zu diesem Thema?
Dieses vierjährige Forschungsprojekt habe ich im Rahmen als Wissenschaftler am Institut für Biomedizinische Technik durchgeführt. Die angefertigte Dissertation wollte ich als Buch veröffentlichen.

3. Wie lange hat es gedauert von der Idee bis zum fertigen Manuskript?
Die Promotion habe ich Mitte Dezember letzten Jahres abgeschlossen. Bis zum fertigen Manuskript hat es rund 4,5 Monate gedauert.

4. Stichwort „Manuskript“: Schreiben Sie an einem PC, Notebook, Tablet oder mit dem Stift?
PC.

5. Gibt es bestimmte Werkzeuge, Services oder Techniken, die Sie beim Schreiben als besonders hilfreich empfinden?
Latex, automatische Überprüfung des Manuskriptes und der Formvorgaben für das Manuskript.

6. Was bereitet Ihnen beim Schreiben die größte Freude?
Freude: Beschreibung der Methoden und Diskussion der Ergebnisse. Störend sind die letzten Formatierungen des Manuskriptes.

7. Wie entspannen Sie während des Schreibprozesses? Was tun Sie um abzuschalten, um sich zu erholen?
10-minütige Pausen im Schreibtag. Maximale Schreibphase von 8 h. Wechsel zwischen Methoden und Diskussionsteil. Erstellen von Bildern.

8. Wenn Sie es sich wünschen dürften: Welchen Bestseller der Wissenschafts- oder Literaturgeschichte hätten Sie gerne selbst geschrieben?
Frank Schätzing: Der Schwarm.

9. Wenn Sie drei andere, aktuelle Veröffentlichungen zu Ihrem Fachgebiet empfehlen dürften, welche drei wären das?
J. Christoph, M. Chebbok, C. Richter, J. Schröder-Schetelig, P. Bittihn, S. Stein, I. Uzelac, G. Hasenfuß, F. Fenton, R. Gilmour Jr., S. Luther, Electromechanical Vortex Filaments during Cardiac Fibrillation, Nature, Volume 555, p. 667-672, 2018.

P. Lee, C. Bollensdorff, T. A. Quinn, et al., “Single-sensor system for spatially resolved, continuous, and multiparametric optical mapping of cardiac tissue.” Heart Rhythm, vol. 8, no. 9, pp. 1482–91, 2011.

B. J. Hansen, J. Zhao, T. A. Csepe, et al., “Atrial fibrillation driven by micro-anatomic intramural re-entry revealed by simultaneous sub-epicardial and sub-endocardial optical mapping in explanted human hearts.” European Heart Journal, vol. 36, no. 35, pp. 2390–401, 2015.

10. Sie haben Ihr Buch im „KIT Scientific Publishing“, dem Wissenschaftsverlag des KIT, veröffentlicht. Warum haben Sie sich für diesen Verlag entschieden?
Vorhergehende Doktoranden von unserem Institut haben bereits beim KSP veröffentlicht.

Stefan PollnowÜber Stefan Pollnow (1 Artikel)

08/ 2014 - heute: Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Rahmen der Promotion, Institut für Biomedizinische Technik, Karlsruher Institut für Technologie, Karlsruhe 07/ 2012 - 07/ 2014: Hilfswissenschaftlicher Mitarbeiter, Fachgebiet Elektroniktechnologie, TU Ilmenau, Ilmenau 11/ 2009 - 08/ 2011: Hilfswissenschaftlicher Mitarbeiter, Institut für Mikro- und Nanotechnologien MacroNano®, TU Ilmenau, Ilmenau 08/ 2014 - 12/ 2018: Graduiertenkolleg, Karlsruhe School of Optics and Photonics, Karlsruhe Forschungsbereich: Biomedical Photonics 04/ 2012 - 07/ 2014: Studium Biomedizinische Technik (M.Sc.), TU Ilmenau, Ilmenau 10/ 2008 - 05/ 2012: Studium Biomedizinische Technik (B.Sc.), TU Ilmenau, Ilmenau


https://blog.bibliothek.kit.edu/ksp
Veröffentlicht unter Autorinnen und Autoren, Elektrotechnik, KSP Portraits
Schlagworte: , , , , ,

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Bitte geben Sie die korrekte Lösung ein bevor Sie den Kommentar abschicken