Hinkel, Georg: KSP Porträt – 10 Fragen an Georg Hinkel

Georg Hinkel wurde 2017 an der KIT-Fakultät für Informatik des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) promoviert. Im Wissenschaftsverlag des KIT ist soeben seine Publikation Implicit Incremental Model Analyses and Transformations (The Karlsruhe Series on Software Design and Quality Volume ; 26) erschienen. Im KSP Porträt erfahren Sie Näheres über Autor und Werk. Weitere biographische Informationen und Kontaktdaten finden Sie am Ende dieses Beitrags.

1. Soeben ist Ihre Veröffentlichung Implicit Incremental Model Analyses and Transformations  erschienen. Wie würden Sie den Inhalt in drei, vier Sätzen zusammenfassen?
Es geht darum, bei Analysen und Transformationen bei Änderung der Eingabedaten nur den Teil neu zu berechnen, der von der Änderung tatsächlich betroffen ist, am besten ohne etwas an der Spezifikation der Analyse oder Transformation ändern zu müssen. Die vorliegende Arbeit liefert dafür einen Ansatz samt theoretischem Korrektheitsbeweis und Evaluation anhand einer Vielzahl von Fallstudien.

2. Was war Ihre Motivation (dieses Buch zu schreiben), wie kamen Sie zu diesem Thema?
Ich habe mich bereits in meiner Masterarbeit mit Modelloptimierungen beschäftigt, auch wenn das schlussendlich doch nicht meine Masterarbeit wurde. Noch im Studium ist mir dann während eines Praktikums eine Idee gekommen, wie ich die einfacher gestalten kann und habe dafür meinen Inkrementalisierungsansatz entwickelt. Während der Promotion habe ich dann festgestellt, dass dieser sich wesentlich genereller anwenden lässt und habe ihn noch mit einer Formalisierung und eben vielen Fallstudien ausgebaut.

3. Wie lange hat es gedauert von der Idee bis zum fertigen Manuskript?
Je nachdem, wo man den Anfang und wo das Ende setzt zwischen einem halben Jahr konzentriertem Aufschreiben und siebeneinhalb Jahren von der ersten Idee bis hin zur fertigen Publikation.

4. Stichwort „Manuskript“: Schreiben Sie an einem PC, Notebook, Tablet oder mit dem Stift?
Ich habe ausschließlich am Notebook geschrieben, teilweise mit externem Monitor in einer Dockingstation.

5. Gibt es bestimmte Werkzeuge, Services oder Techniken, die Sie beim Schreiben als besonders hilfreich empfinden?
Große Teile meiner Dissertation habe ich bereits vor der Abgabe der Dissertation auf Konferenzen, Workshops und Journals publiziert oder zumindest eingereicht. Das hat einmal den inneren Schweinehund besiegt, zum anderen aber auch wertvolle Kommentare von Kollegen und Reviewern eingebracht.

6. Was bereitet Ihnen beim Schreiben die größte Freude und was nervt Sie dabei am meisten?
Ein Kapitel fertig zu bekommen und dabei den Eindruck zu bekommen, dass man doch einen roten Faden durch die Ansammlung von Arbeiten bekommen hat, ist ein sehr befriedigendes Gefühl. Anstrengend war vor allem, das Manuskript zur Verlagsreife zu bringen.

7. Wie entspannen Sie während des Schreibprozesses? Was tun Sie um abzuschalten, um sich zu erholen?
Mit kleinen Kindern hat man gewissermaßen keine Chance, die ganze Zeit nur an das Aufschreiben der Dissertation zu denken, die erzwingen die Aufmerksamkeit und damit bekommt man den Kopf aber wieder frei. Ansonsten schalte ich am besten ab, wenn ich eine Runde Laufen gehe.

8. Wenn Sie es sich wünschen dürften: Welchen Bestseller der Wissenschafts- oder Literaturgeschichte hätten Sie gerne selbst geschrieben?
Bei vielen großen Wissenschaftswerken wird einem das Pech der späten Geburt sehr deutlich („Was, dafür ist der berühmt geworden?“), allerdings ist es vermessen beurteilen zu wollen, ob man das mit dem jeweiligen Vorwissen auch hinbekommen hätte.

9. Wenn Sie drei andere, aktuelle Veröffentlichungen zu ihrem Fachgebiet empfehlen dürften, welche drei wären das?
Um keine eigenen zu nennen, wären das die Zeitschriftenartikel zu IncQuery, zum Train Benchmark und das Buch zu Palladi.

10. Sie haben Ihr Buch in „KIT Scientific Publishing“, dem Wissenschaftsverlag des KIT, veröffentlicht. Warum haben Sie sich für diesen Verlag entschieden?
Alle Dissertationen am Lehrstuhl von meinem Doktorvater Professor Reussner sind bei KSP erschienen und da wollte ich keine Ausnahme machen.

Über Georg Hinkel (1 Artikel)

Dr. Georg Hinkel hat von 2008 bis 2014 am Karlsruher Institut für Technologie Informatik und Mathematik studiert und anschließend bis 2017 als wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Forschungszentrum Informatik (FZI) in der Informatik promoviert. Seit 2018 ist er beim Tecan Software Competence Center für die Entwicklung von Software Prototypen in der Laborautomatisierung tätig. Er ist Autor mehrerer Zeitschriftenartikel und Konferenzpublikationen, Maintainer mehrerer Open-Source Repositories und seit 2017 im Organisationskomitee des Transformation Tool Contest (TTC).


https://blog.bibliothek.kit.edu/ksp
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