Nuß, Benjamin: KSP Portrait – 10 Fragen an Benjamin Nuß

Benjamin Nuß wurde 2021 an der KIT-Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) promoviert. Im Wissenschaftsverlag des KIT ist soeben seine Publikation Frequenzkamm-basiertes breitbandiges MIMO-OFDM-Radar (Karlsruher Forschungsberichte aus dem Institut für Hochfrequenztechnik und Elektronik ; 99) erschienen. Im KSP Portrait erfahren Sie Näheres über Autor und Werk.

Weitere biographische Informationen und Kontaktdaten finden Sie am Ende dieses Beitrags.

1. Soeben ist Ihre Veröffentlichung Frequenzkamm-basiertes breitbandiges MIMO-OFDM-Radar erschienen. Wie würden Sie den Inhalt in drei, vier Sätzen zusammenfassen?
In den vergangenen Jahren hat OFDM im Radarbereich immer mehr an Bedeutung gewonnen. Ein Nachteil ist jedoch die Notwendigkeit hoher Abtastraten, weshalb das Frequency-Comb-OFDM-Radar-Verfahren genau an diesem Punkt ansetzt. Mit dessen Hilfe kann die Signalbandbreite vergrößert werden, ohne gleichzeitig die Abtastraten erhöhen zu müssen. Hierdurch kann trotz eines Verzichts auf schnelle Wandler eine hohe Entfernungsauflösung erreicht werden.

2. Was war Ihre Motivation dieses Buch zu schreiben, wie kamen Sie zu diesem Thema?
Das Buch enthält meine Dissertation mit dem Titel “Frequenzkamm-basiertes breitbandiges MIMO-OFDM-Radar”. Das Thema hat sich während meiner Promotion am Institut für Hochfrequenztechnik und Elektronik (IHE) des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) herauskristallisiert.

3. Wie lange hat es gedauert von der Idee bis zum fertigen Manuskript?
Circa ein Jahr.

4. Stichwort „Manuskript“: Schreiben Sie an einem PC, Notebook, Tablet oder mit dem Stift?
Notebook.

5. Gibt es bestimmte Werkzeuge, Services oder Techniken, die Sie beim Schreiben als besonders hilfreich empfinden?
Für das Layouten hat sich LaTeX nach etwas Einarbeitsungszeit gut bewährt, wodurch insbesondere die Gleichungen ansehnlich formatiert sind. Für die Grafiken verwende ich gerne tikz und bei elektrischen Blockschaltbildern die Erweiterung circuitikz.

6. Was bereitet Ihnen beim Schreiben die größte Freude und was nervt Sie dabei am meisten?
Am meisten Freude macht es, wenn schon mal das Gerüst aus Bildern und Grafiken steht. Am herausforderndsten finde ich das Schreiben der Einleitung, da dort der Leser gut abgeholt werden muss und es noch nicht so sehr um die wissenschaftlichen Details geht.

7. Wie entspannen Sie während des Schreibprozesses? Was tun Sie um abzuschalten, um sich zu erholen?
Ein nettes Gespräch oder Afterworkbier mit den Kollegen sorgt für etwas Ausgleich nach einem stressigen Arbeitstag.

8. Wenn Sie es sich wünschen dürften: Welchen Bestseller der Wissenschafts- oder Literaturgeschichte hätten Sie gerne selbst geschrieben?
Digital Communications von John Proakis.

9. Wenn Sie drei andere, aktuelle Veröffentlichungen zu Ihrem Fachgebiet empfehlen dürften, welche drei wären das?

  •  B. Schweizer et al., “The Fairy Tale of Simple All-Digital Radars: How to Deal With 100 Gbit/s of a Digital Millimeter-Wave MIMO Radar on an FPGA [Application Notes],” in IEEE Microwave Magazine, vol. 22, no. 7, pp. 66-76, Juli 2021.
  • L. Giroto de Oliveira, B. Nuss, M. B. Alabd, A. Diewald, M. Pauli and T. Zwick, “Joint Radar-Communication Systems: Modulation Schemes and System Design,” in IEEE Transactions on Microwave Theory and Techniques, vol. 70, no. 3, pp. 1521-1551, März 2022.
  • C. A.Sturm: Gemeinsame Realisierung von Radar-Sensorik und Funkkommunikation mit OFDM-Signalen, Karlsruher Institut für Technologie (KIT), Diss., 2012

10. Sie haben Ihr Buch im „KIT Scientific Publishing“, dem Wissenschaftsverlag des KIT, veröffentlicht. Warum haben Sie sich für diesen Verlag entschieden?
Das Buch erscheint in einer Schriftenreihe des Verlags.

Über Benjamin Nuß (1 Artikel)

Benjamin Nuß schloss sein Studium der Elektro- und Informationstechnik am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) im Jahr 2015 als Master of Science ab. Im selben Jahr begann er seine Promotion am Institut für Hochfrequenztechnik und Elektronik (IHE) des KIT, woraufhin ihm im Jahr 2021 der Titel Dr.-Ing. verliehen wurde. Seither arbeitet er am IHE als Gruppenleiter für Radarsysteme. Der Schwerpunkt seiner Forschung liegt auf dem Gebiet der digitalen Radarsysteme, insbesondere der Entwicklung effizienter Radarwellenformen sowie auf dem Design gemeinsamer Kommunikations- und Sensorsysteme.


https://blog.bibliothek.kit.edu/ksp
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