Forschungsdaten mit Geschichte
Aus der „Literaturabteilung“ der damaligen Kernreaktor Bau- und Betriebsgesellschaft ist 2011 unter anderem die Abteilung Forschungsdienste der KIT-Bibliothek hervorgegangen. An historischer Stätte bietet sie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern ein Forschungsdatenmanagement auf der Höhe der Zeit.
Die Anfänge waren bescheiden; einmal die Woche kam der Bibliotheksleiter auf seinem DKW-Motorroller von Heidelberg ins Künstlerhaus in der Karlsruher Karlstraße gefahren. 1959 zog dann die tiefstaplerisch meist „Bücherei“ genannte Abteilung auf das noch in Erschließung befindliche Gelände der Reaktorstation Karlsruhe um. Im fünf Jahre später bezogenen Gebäude 303 des damaligen Kernforschungszentrums arbeiten die Enkel und Urenkel der Gründergeneration noch heute am KIT.
Zum großen KIT-Jubiläum passt der 2026 anstehende siebzigste Geburtstag der KIT-Bibliothek am Campus Nord wie die kleine Matroschka-Puppe zur großen. Am Beispiel der Initiativen und Dienstleistungen im Bereich des Forschungsdatenmanagements (FDM) wird erkennbar, wie der Anspruch auf Qualität sowie ein gewisser Pioniergeist auch im Wechsel der Zeitläufte wirksam geblieben sind.