Internationale Open Access Week 2021

In der Woche vom 25. bis 31. Oktober 2021 findet die internationale Open Access Week statt. Institutionen in aller Welt werben in dieser Zeit mit Aktionen und Veranstaltungen für den freien Zugang zu Wissen und Information im Sinne des Open-Access-Gedankens.

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Das diesjährige Motto der Open Access Week lautet: “It Matters How We Open Knowledge: Building Structural Equity”.  Auch die KIT-Bibliothek nimmt an Aktionswoche teil. Das Programm umfasst neben Vorträgen auch Informationen zu ihren Open-Access-Services und –Plattformen. Als besondere Maßnahme wird aus diesem Anlass die neue Leitlinie zu Open Educational Resources verkündet:

Open Educational Resources – neue Leitlinien am KIT (OER-Policy)

GrafikDas KIT hat bereits in der Vergangenheit zahlreiche Leitlinien und Deklarationen rund um die Themen Open Access und Open Science  formuliert und verabschiedet. Möglichst viele Bestandteile des wissenschaftlichen Prozesses sollen offen zugänglich, nachvollziehbar und nachnutzbar gemacht werden. Diese Bestrebungen reichen auch in die Bereiche der digitalen Lehre:

Seit diesem Herbst gilt am KIT eine neue Leitlinie für Open Educational Resources (OER). Das sind Bildungsmaterialien jeglicher Art, die unter einer offenen Lizenz zur weltweiten Nachnutzung zur Verfügung stehen. OER reduzieren langfristig den Erstellungsaufwand für Lehrmaterialien, da auf dem aufgebaut werden kann, was bereits vorhanden ist. Sie können durch einfache Kontextualisierung leichter an spezifische Lehr- und Lernziele bzw. Zielgruppen angepasst werden und sie verbreiten auf diesem Wege die Lehrinhalte des KIT. Den Text der Policy sowie FAQs rund um die Erstellung und Nutzung von OER finden Sie hier.

Online-Vorträge und Seminare zu Open Access

1. Wissenschaftliches Publizieren am KIT: Die Dienste der KIT-Bibliothek

2. Open Access für Publikationen und Forschungsdaten: Auflagen der Forschungsförderer EU und HGF

Open Access Aktivitäten des KIT

Das KIT ist seit vielen Jahren dem Open-Access-Gedanken verpflichtet: Die Grundsatzposition des Präsidiums (2010) und die Open-Access-Richtlinien der Helmholtz-Gemeinschaft (2016) belegen dies eindrücklich.

Zur konkreten Umsetzung bietet die KIT-Bibliothek den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern vor Ort ein Bündel an Services und Plattformen. Daneben beteiligt sie sich auf vielfältige Art und Weise an regionalen und überregionalen Aktivitäten, um den Open-Access-Gedanken zu fördern und in der Praxis zu verankern. Im Einzelnen:

1. KITopen – das Open-Access-Repository des KIT

www.bibliothek.kit.edu/kitopen.php

Das zentrale Repository des KIT ist zum einen eine Publikationsplattform für unterschiedliche Medien und weist aber auch die Forschungsleistungen des KIT in ihrer Gesamtheit nach.  Es wird laufend aktualisiert. In KITopen können Sie Ihre Texte erstveröffentlichen (z. B. Dissertationen, Schriftenreihen eines Instituts) als auch Zweitveröffentlichungen Ihrer Verlags- und Konferenzveröffentlichungen im Sinne des Open Access publizieren. KITopen bietet aber auch eine Publikationsplattform für Ihre Forschungsdaten (in Kooperation mit dem SCC) und veröffentlicht weitere Ihrer Forschungsinhalte wie zum Beispiel Bilder und Grafiken, die Sie auf diesem Weg mit einer Lizenz zur freien Nachnutzung bereit stellen können.

KITopen arbeitet im Bereich der digitalen Lehrmaterialien mit weiteren Akteuren im KIT (u.a. ZML und SCC) eng zusammen: Sie können über KITopen jederzeit Teile Ihrer Lehrveranstaltungen als Open Educational Resources veröffentlichen. KITopen kooperiert auf dieser Ebene mit dem ZOERR – Zentrales Open Educational Resources-Repositorium der Hochschulen in Baden-Württemberg. Dieser Service im Rahmen des Hochschulnetzwerkes Digitalisierung in der Lehre Baden-Württemberg (HND-BW) stellt ganz im Sinne von Open Access offene Lehr- und Lernmaterialien aus dem Hochschulbereich zur Verfügung.  „Offen“ bedeutet, dass Interessierte die Materialien nicht nur ansehen und kopieren dürfen, sondern diese auch in ihre eigenen Vorträge einfügen, ihren Vorstellungen anpassen und sogar weiterverbreiten können.

Das Repository ist in seinen Funktionalitäten auf die Bedürfnisse des KIT abgestimmt und ein integraler Bestandteil des am KIT entstehenden Forschungsinformationssystems. Das Leistungsspektrum wird ständig erweitert.

Den Stand von Open Access am KIT sowie die die Top-Publikationen finden Sie in der KITopen-Monatsstatistik.

2. forschungsdaten.info – die führende deutschsprachige Informationsplattform zu Forschungsdatenmanagement (FDM)

www.forschungsdaten.info

Praxisnahe Beiträge, aufbereitet nach Themen und verschiedenen Wissenschaftsdisziplinen, bilden den Kern der Informationsplattform forschungsdaten.info. Zudem findet man hier einen strukturierten Überblick zu FDM-Aktivitäten im D-A-CH-Raum. Redaktionell wird forschungsdaten.info von einem überregionalen Team von 30 FDM-Spezialistinnen und -spezialisten, unter anderem auch des KIT, betreut.

Die Betreuung und Weiterentwicklung der Website ist Teil des baden-württembergischen FDM-Landesprojektes bw2FDM und wird gefördert vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg. Mehr Informationen hierzu finden Sie hier.

Durch Open Access (OA) können wissenschaftliche Informationen maximal verbreitet, genutzt und weiterverarbeitet werden. Innerhalb des Datenlebenszyklus spielt OA daher vor allem für das barrierefreie Auffinden und Nachnutzen von digitalen Forschungsdaten und Inhalten eine wichtige Rolle. Der Artikel
„Open Data, Open Access und Nachnutzung” bietet eine Einführung zum Thema mit Links zu Open-Access-Diensten und -Portalen, weiterführenden Informationen und Artikeln.

Das foschungsdaten.info-Quiz bietet jederzeit die Möglichkeit, sein Wissen zum Thema „Finden/ Nachnutzen und Open Access“ zu testen.

3. Open-Access-Verlag KIT Scientific Publishing

www.bibliothek.kit.edu/ksp.php

Der Open-Access-Verlag des KIT verlegt seit 2004 Fachliteratur aus allen Disziplinen des KIT und ergänzt mit seinem Angebot KITopen.  Mit über 2200 Monografien, Reihen und Forschungsberichten ist KIT Scientific Publishing der größte Verlag einer Wissenschaftsorganisation im deutschsprachigen Raum. Alle Titel finden Sie im Verlagsshop unter ww.ksp.kit.edu.

4. KIT-Publikationsfonds

www.bibliothek.kit.edu/kit-publikationsfonds.php

Der Publikationsfonds unterstützt Autorinnen und Autoren des KIT bei der Open-Access-Veröffentlichung. Erfüllt eine Publikation in einer Open-Access-Zeitschrift die Fördervoraussetzungen, werden die Publikationsgebühren bis zu einer Höhe von 2000,00 EUR brutto aus dem Fonds bezahlt.

5. Publish & Read

www.bibliothek.kit.edu/publish-read.php

Das KIT fördert Open-Access-Publizieren seiner Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler durch Publish & Read-Vereinbarungen mit zahlreichen Verlagen. Diese Vereinbarungen bieten den Korrespondenzautorinnen und –autoren die Möglichkeit, ohne weitere Kosten ihre Artikel in den Subskriptionszeitschriften des jeweiligen Verlages als Open-Access-Veröffentlichung zu publizieren


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